Lang, laenger, am laengsten! Ja, das ist wirklich ein langer Bericht, aber es gibt einfach soooo unglaublich viel zu erzaehlen…
So, jetzt muss ich mich doch auch mal wieder melden. Das Problem ist eben immer, wenn viel passiert, hab ich keine Zeit zu schreiben und wenn ich Zeit habe zu schreiben, ist meistens nichts passiert
.
Jetzt aber zuerst einmal zum 27. Februar. Das ist hier jedes Jahr ein ganz besonderer Tag. Der „Día del Civismo“. Fuer diesen Tag wird schon Tage vorher das Marschieren, die Nationalhymne und noch viele andere patriotische Lieder geuebt. Am 27. Februar dann ist es soweit. Alle 7. Klaessler, und auch alle letzten Klassen des Colegios, muessen auf die Fahne Ecuadors schwoeren. Das laeuft dann ungefaehr so ab: Zuerst marschieren die Schueler der Klassen 1-6 ein und stellen sich in einem Viereck auf einem Platz auf. Ihnen folgen der Klassenbeste (abanderado) und die 2 naechst Besten (escoltas) , die ebenfalls einmarschieren, aber mit der Fahne in der Hand. Danach kommen die restlichen 7. Klaessler und stellen sich ebenfalls ins Viereck. Dann wird zuerst die Nationalhymne auf Kichwa gesungen, dann die „Hymno de la Patria“, dann die „Hymno del Civismo“ und was noch alles. Und dann faengt der wichtige Teil des Tages an. Alle 7. Klaessler marschieren nacheinander auf die Fahne zu (beginnend mit dem abanderado und den escoltas), man kniet sich hin, sagt laut „Sí, prometo!“ (Ja, ich schwoere!) und kuesst dann die Fahne. Das hoert sich ein wenig komisch an, ist es ehrlich gesagt auch, aber es ist wirklich schoen anzuschauen und eigentlich eine interessante Tradition. Ja, das war der Freitag.
Sonntagabend sollten dann eigentlich meine Eltern, meine Schwester Verena und meine Cousine Anja in Quito ankommen. Ja, wie immer stoert nur dieses „eigentlich“. Sonntagmorgen, ich hab noch tief und fest geschlafen, rief mich naemlich Papa an und meinte, dass der Flughafen in Atlanta gesperrt sei, und sie deshalb einen anderen Flug nehmen muessen. So koemmen sie erst Montagmorgen an. Jaja… In dem Moment hat mich das alles noch nicht wirklich gestoert und ich hab mich umgedreht und weitergeschlafen
. Als ich dann wieder aufgewacht bin, musst ich erstmal kurz ueberlegen, ob das nun ein Traum war, oder ob mich Papa wirklich angerufen hat…
Naja, dann eben nicht Sonntag, sondern Montag. Ich hatte extra meinen Wecker auf 4.45 Uhr gestellt, da ich EIGENTLICH puenktlich um halb 9 Uhr am Flughafen sein wollte. Ja, schon wieder dieses „eigentlich“. Als ich aufgewacht bin hatte ich naemlich mit einem mal totale Bauchschmerzen und mir war richtig schlecht. Nein, nicht schon wieder! Nicht heute! Ich hab mich trotzdem soweit fertig gemacht und wollte eigentlich so gegen 5.30 Uhr das Haus verlassen. Bis dahin hab ich mich noch ein bisschen aufs Sofa gelegt, in der Hoffnung, das Bauchweh wuerde weggehen. Leider wurde es nur noch schlimmer und auch die 4 Immodium, die ich mittlerweile genommen hatte, schienen nicht zu wirken. So, und was macht man nun? Ich konnte meine Eltern ja nicht einfach am Flughafen stehen lassen, aber mit den Bauchschmerzen waere ich wahrscheinlich nichtmal in Quito angekommen. Selana hat mir dann einen ihrer Wunder-Paracetamol gegeben und nach 5 Minuten ging es mir schlagartig besser.So bin ich dann doch noch, wenn auch erst um 6.30 Uhr, zur Strasse gelaufen und nach Quito gefahren.
Puentklich um 9 Uhr war ich am Flughafen. Dumm nur, dass die Maschine schon um 8.45 Uhr gelandet war
. Also hab ich mich gleich an den Ausgang gestellt und gewartet. Nach knapp 15 Minuten sah ich dann auch schon Mama auf mich zuspurten. Mit einem Grinsen und leicht feuchten Augen. Ich muss sagen, ich hab mich wirklich gefreut alle wieder zu sehen, aber es war eigentlich alles wie immer. Da unser Abholdienst noch nicht da war und sich die ganze Planung wegen der spaeteren Ankunft leicht verschoben hatte, musste Mama am Flughafen dann erstmal UMPACKEN! Da wusste ich noch nicht, wie oft ich dieses Wort in den folgenden Tagen noch hoeren wuerde. Aber das ist eben meine Mama
.
Nach kurzem Warten kam dann auch schon unser Taxi. Dennis. Er sollte uns die naechsten Tage noch von A nach B bringen und uns die Stadt ein bisschen zeigen. Der arme Dennis hatte leider schon Sonntagabend am Flughafen verbracht und auf meinen Besuch aus Deutschland gewartet, denn niemand hatte ihm Bescheid gesagt, dass sie erst einen halben Tag spaeter ankommen. Ja, das ist eben Ecuador.
Dennis hat uns also erstmal ins Hotel gefahren, in dem wir eigentlich haetten uebernachten sollen, und in dem Mama ein paar der umgepacken Koffer lassen wollte. Danach noch ein kurzer Begruessungskaffee vom Chef des Reisebueros und dann war es auch schon 1 Uhr. Zeit nach Otavalo zu fahren. Dennis hat uns also an der Strasse rausgelassen, wo uns gerade ein Bus vor der Nase weggefahren ist. Aber macht ja nichts, es kommt ja noch einer. Und zwar keine 2 Minuten spaeter. Mama hat dann bemaengelt, dass es weder ein Wartehaeuschen gibt, noch einen anstaendigen Busfahrplan
. So sassen wir dann auch endlich im Bus nach Otavalo. Im Fernsehn kam wie immer ein Gewalt-Schlaeger-Film, die Verkaeufer sind wie immer fleissig rein und raus gelaufen und die Landschaft war auch wie immer superschoen.
In Otavalo angekommen haben wir zuerst das Hotel besichtigt und die Koffer abgestellt, um dann auch schon den Markt unsicher zu machen. Das Pech – oder Glueck, wie mans nimmt – war nur, dass viele der Staende schon abgebaut hatten und wir so nur die Haelfte der Auswahl zu sehen bekamen. Aber da eigentlich eh alle Staende das selbe anbieten, war das auch nicht so schlimm, und wir haben es auch so geschafft, ein bisschen einzukaufen. Ja, der arme Papa, aber das ist halt so, wenn man mit 4 Frauen unterwegs ist. Dafuer hatte er ja seine neue Spiegelrefelxdigitalkamera und war so doch auch genug beschaeftigt.
Nach dem Markt hab ich Mama, Papa, Verana und Anja unsere Luxuswohnung ueber den Daechern Otavalos gezeigt. Naja fast, aber es ist schon eine ganz schoen coole Wohnung
. Und als sie dann auch endlich wussten, wo ich so wohne sind wir was essen gegangen. Doch nicht lang, und alle waren total muede, inklusieve mir, und wir waren ziemlich bald schon im Bett.
Die Tagesplanung fuer Dienstag stand auch schon fest. Als erster Punkt stand Fruehstueck auf der Tageordnung. Gefruehstueckt haben wir in einem gemuetlichen Cafe, mit Blick auf den sich langsam fuellenden Marktplatz. Eigentlich haette das Cafe noch gar nicht aufgehabt, denn die Frau wollte eigentlich nur irgendwelche Getraenke holen, hat uns aber netterweise doch gleich bedient.
Nach dem leckeren Fruehstueck wollten wir EIGENTLICH zum Lechero
hochfahren und die Aussicht geniessen. Aber da es total bewoelkt war, und man sowieso nichts gesehen hat, haben wir den Plan geaendert und sich erstmal shoppen gegangen. Der Markt war inzwischen vollstaendig aufgebaut und wir konnten das komplette Sortiment bewundern. Das Shoppen war auf jeden Fall in zweierlei Hinsichten erfolgreich. Erstens ist das Wetter wieder einigermassen schoen geworden, und zweitens haben wir den halben Markt leergekauft. 1 Picknickdecke, 2 Pullis, 15 Schals (!), 3 Figuerchen, 1
Haengematte, 1 Dekokuerbis, und 8 weitere Mitbringsel, die ich noch nicht nennen moechte. Waehrend unserer Shoppingtour hat uns zufaellig ein Deutscher angesprochen, der meinte: „Jaja, das Shopping-Gen. Das haben wir Maenner eben nicht!“ Ob er wohl Recht hat
?
Nach dem erfolgreichen Eingekaufe sind wir dann also doch noch mit dem
Taxi zum Lechero hochgefahren. Die Aussicht war nicht gerade die Beste, aber immerhin um einiges besser als noch am Morgen. Und da wir gut im Zeitplan waren, sind wir ganz sportlich wieder nach Otavalo zurueck gelaufen! Man muss dazu sagen, dass es wirklich nur bergab geht
…
Puenktlich wie die schweizer Uhr hat uns um 2 Uhr Jorge mit seiner Camioneta abgeholt. Wir wollten naemlich zu der Kraterlagune Cuicocha
fahren. Spannend war es, da es ja die erste Fahrt in einer Camioneta fuer die anderen war. Das hat man auch gemerkt
. Aber ich will ja nicht laestern…
Cuicocha ist wirklich schoen und wir hatten so Glueck mit dem Wetter. Leider hat sich der Cotacachi, der Vulkan direkt dahinter, nicht ganz gezeigt, aber wir konnten die Tasse Kaffe direkt am Ufer trotzdem geniessen. Und genau bei
dieser Tasse Kaffe hat uns Jorge auf die Idee gebracht, am Abend doch Cuy essen zu gehen. Papa war sogleich hellauf begeistert, waehrend Verena eher leicht das Gesicht verzog. Aber wann bekommt man schonmal die Gelegenheit, eine Meersau zu essen, und so haben wir seinen Vorschlag angenommen und sind mit ihm nach Chaltura in ein zupergemuetliches Restaurant gefahren um Cuy zu essen. Besser gesagt, damit Papa Cuy essen konnte. Wir anderen hatten leckeren Reis mit Huenchen oder Rindfleisch. Das Meerschweinchen
schien Papa aber gut bekommen zu sein und geschmeckt hat es ihm wohl auch sehr gut. Was fuer ein gelungener Tag, welchen wir noch ganz entspannt in unserer Stammbar, dem Fauno, bei einem Mojito und einem Caipiriña ausklingen liessen.
Am naechsten Tag stand Cambugán auf dem Tagesplan. Wieder holte uns
Jorge puenktlich um 8 Uhr ab und wir machten uns auf den Weg zu meiner Gemeinde. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, wenn auch ein paar Wolken am Himmel waren, und man die Vulkane wieder nicht ganz sehen konnte.
In der Schule angekommen, hab ich spontan erstmal Englischunterricht gegeben, da Ximena wie schon so oft nicht da war. Und waehrendher haben mir meine Kinder, so im Nebensatz, gesagt, dass Donnerstag und Freitag keine Schule ist! Wow, dann kann ich ja doch noch ein bisschen mehr mit meiner Familie rumreisen!!! Nach der Pause haben wir
mit den Kindern Sport gemacht. Ja, Kettenfangen auf 3300m Hoehe. Da geht einem doch ganz schoen schnell die Puste aus. Trotzdem hat Verena als einzige die ganze Zeit super mitgespielt und so die Herzen der Kinder fuer sich gewonnen
. Danach spielten wir noch Ruebenziehen, faules Ei (diesmal mit Papa) und Zublinzeln (da haben dann alle mitgemacht). Die „gringos“ waren natuerlich von Anfang an beliebt und wir mussten so alle doppelt so oft rennen
.
Nach einem leckeren Schulmittagessen haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Das heisst, zu dem Haus, das fuer mich wirklich schon wie ein zweites Zuhause geworden ist und in dem ich mich wirklich super wohlfuehl. Mama war zu zwar am Anfang doch ein bisschen geschockt, weil es wohl doch aermer und schlichter war als sie es sich vorgestellt hatte, aber die Kartoffeln mit Kaese, die meine Gastmama extra fuer uns gemacht hat, haben doch allen super geschmeckt. Ja, und dann standen wir da. Meine deutsche Familie und meine ecuadorianische Familie vor meinem Haus in Cambugán. Und da es wir immer nicht wirklich viel zu tun gibt, bin ich mit ihnen hinter meiner Oma ihrem Haus den Berg hochgelaufen, um ein bisschen die Aussicht zu geniessen. Und als wir da so sassen, hat Verena sich mit Lobo, Omas kleinem Hund, angefreundet, nachdem sie an diesem Tag schon Freundschaften mit kleinen und grossen Schweinen, Huehnern, Meerschweinchen, Kaelbchen und meinen Kindern geschlossen hatte
. Was fuer ein erfolgreicher Tag!

So gegen 3 Uhr wurde es aber auch langsam wieder Zeit, nach Otavalo zu gehen, da wir ja noch nach Quito mussten und keine
Ahnung hatten, wie lang die Heimreise dauern wuerde (ich kann euch sagen, laenger als erwartet!). So sind wir zuersteinmal ueber Berg und Tal zum „25″ gelaufen, um dort auf eine Camioneta zu warten. Haha, leichter gesagt als getan! Da kam natuerlich ewig keine, und die wenigen die kamen, hatten was hinten auf der Ladeflaeche. So ein Pech aber auch. Nach vielleicht ca. 40 Minuten warten, kam doch tatsaechlich ein AUTO! Ja, ein richtiges Auto! Der gute Mann wollte uns 5 sogar mitnehmen! EIGENTLICH! Nachdem wir uns alle reingequetscht hatte und ca. 7 Minuten gefahren waren, hielt er an. Er wollte noch mit irgendweinem Mann reden, und wuerde uns danach wieder mitnehmen, wenn wir bis dahin nichts besseres gefunden haetten. So standen wir wieder auf der Strasse und
warteten und warteten. Autos, Camionetas und LKWs kamen und gingen und wir warteten immernoch. Bis sich ein liebenswuerdiger LKW-Fahrer erbarmte und uns 5 in seinem riesen LKW mitnahm. So kamen wir zwar nur langsam voran, aber wenigstens war Papa gluecklich (wo es doch schon immer sein Traum war, LKW-Fahrer zu werden *g*). Leider konnte uns der nette Mann nur bis zum Zementwerk mitnehmen, denn dort musste er zuerst seine Ladung abladen. Aber falls wir, wenn er fertig war, immernoch da stehen sollten, wuerde er uns natuerlich wieder mitnehmen… Jaja, das kennen wir schon. So standen wir WIEDER auf der Strasse und …. nein! Wir mussten nicht warten! Das Glueck war auf unserer Seite. Gerade als wir ausstiegen kam eine kleine
Camioneta vorgefahren, die uns mitnahm und gluecklicherweise genau vors Haus in Otavalo fuhr! Wow, was fuer eine Heimreise. Aber wenigstens koennen sie sich jetzt in meine Lage versetzen, wenn ich mal wieder von einer anstrengenden Heimreise erzaehl
.
In Otavalo hab ich schnell mein Zeug gepackt, wir sind noch einen Sandwich essen gegangen und dann hiess es ab nach Quito! Denn schon am naechsten Morgen wollten wir los nach Riobamba!
Wir sind dann auch, mehr oder weniger ohne grosse Probleme
, gut in Quito im Hotel angekommen, wo Mama sich als erstes wieder ans UMPACKEN gemacht hat.
Naechster Tag, 6.00 Uhr. Eigentlich viel zu frueh, aber auf Louis’ Rat (der Chef von der Reiseagentour, die alles organisiert hat und Chef der Dschungel-Lodge in der wir waren) gerade rechtzeitig um noch all die schoenen Vulkane zu sehen und nett auf dem Weg zu fruehstuecken. So hat uns Dennis (und seine schweizer Fra Claudia)puenktlich abgeholt und es ging los Richtung Riobamba, mit Zwischenstopp beim Cotopaxi.
Natuerlich hatte das vorgeschlagene Kaffee von Louis noch zu und wir mussten unsere Planung etwas umlegen. Aber kein Problem, wir sind ja in
Ecuador. Kaffee also woanders, Guide eingesammelt und schon gings los, in den Cotopaxi-Nationalpark. Der Cotopaxi ist mit 5800m der hoechste aktive Vulkan der Welt, und den wollten wir besteigen! Nicht schlecht oder? Naja, so eine tolle Leistung war es dann aber doch nicht. Wir sind mit dem Auto auf 4500m hochgefahren und von dort aus bis zur Schutzhuette (4800m) gelaufen. Hoert sich einfach
an, ist eigentlich auch gar nicht so schwer. Abgesehen von dem ar***kalten Nieselregen, der uns ins Gesicht wehte, der Hoehe und dem megasandigen Weg, die die kleine Wanderung etwas erschwerten. Trotzdem sind wir alle gut oben angekommen und haben dort die wahrscheinlich teuerste und suesseste heisse Schokolade in ganz Ecuador getrunken
. Nach einer kurzen Verschnaufpause hat die konditionell etwas schwaechere Gruppe den Abstieg angetreten, waehrend der tapfere Rest (Papa, Verena, der Guide und ich) sich tapfer bis zur Schneegrenze vorgetastet hat. Das Wetter wurde immer kaelter, der Regen immer staerker, und doch kaempften wir uns Meter fuer Meter nach oben. Immer in Richtung Spitze (die leider im Nebel lag) des hoechsten aktiven Vulkans der Welt. Najagut…. das war ein wenig
uebertrieben
. In wirklichkeit haben wir die 50m mehr mit Leichtigkeit zurueckgelegt und ich lag zum ersten mal seit letztem Jahr im Schnee! Juchuuuuu! 
Der Abstieg ging dann ratzfatz und im Nu waren wir unten beim Auto, zwar total durchnaesst aber gluecklich und stolz, den hoechsten aktiven Vulkan der Welt bestiegen zu haben (hoert sich das nicht toll an? *haha*).
Ja, und dann ging es auch schon weiter nach Riobamba, am hoechsten Vulkan Ecuadors vorbei, der leider auch total in der Wolkensuppe hing. Aber genau als wir vorbeifuhren, schienen die Wolken sich, wie von Geisterhand, langsam aufzuloesen und wir hatten einen unglaublichen Blick
auf den von der Sonne beschienenen Chimborazo! 6310m hoch – Unglaublich! Doch je schoener das Wetter wurde, desto langsamer kamen wir voran. Denn seit Papa seine neue Digitalspiegelreflexkamera hat, macht ihm das Fotografieren fuenffach soviel Spass und Dennis musste dauernd anhalten, damit Papa noch und nochmehr Fotos machen konnte. Naja, ich gebs ja zu, ich hab auch ein paar gemacht…
Irgendwann haben wir es aber doch geschafft, und sind in Riobamba angekommen. Erinnert ihr euch? Das ist die Stadt mit dem Zug, wo man aufs Dach sitzen kann und 7 Stunden durch das Hochland Ecuadors tuckert. Aber natuerlich nur EIGENTLICH. Denn als ich mit Papa Tickets kaufen wollte, begruesste die Frau uns mit den Worten: „Kennt ihr schon das Problem des Zuges?“ Da naemlich ein Erdrutsch runter ist, konnte man nur den letzten Rest der Strecke fahren, von Alausí zur Teufelsnase und zurueck.
Aber immerhin besser als nichts, und so sind wir am naechsten Morgen nach Alausí gefahren, wo der Zug um 11 Uhr starten sollte. EIGENTLICH! Denn als wir ankamen und die Tickets kaufen, meinte der Mann zu uns, der Zug faehrt in 5 Minuten! Naemlich nicht um 11 Uhr sonder schon um 10 Uhr
. Und man darf auch nicht mehr aufs Dach sitzen, sonder nur noch innen rein, da
es einen Unfall gegeben hatte. Also gut, totale Planaenderung, aber es war trotzdem ein Erlebnis. Der Zug (also eigentlich war es mehr ein umgebauter Bus auf Schienen) hat immer mal wieder angehalten, und Papa konnte sein Tagessoll an Fotos erfuellen
.
Am gleichen Tag sind wir Nachmittags wieder zurueck nach Quito gefahren, vorbei am Cotopaxi, der immernoch in Nebel gehuellt
war. Und wieder hat sich mit einem Schlag die Wolkendecke aufgeloest und wir hatten einen wunderbaren Blick auf die Schneebedeckte Spitze und den wunderschoenen Krater des hoechsten aktiven Vulkans der Welt. In Quito angekommen bin ich gleich weiter mit dem Bus nach Otavalo, waehrend Mama & co ins Hotel gefahren sind, denn Mama musste ihre Koffer ja dementsprechend wieder UMPACKEN!
Achja, Freitag haben wir in Sophias Geburtstag reingefeiert. Das Bild widme ich ihrer Oma, falls sie das jemals lesen sollte!

Und waehrend die vier sich im Dschungel eine schoene Zeit gemacht haben, musste ich zurueck nach Cambugán, um dort Montag und Dienstag zu unterrichten. Naja, was heisst „musste“… es war natuerlich wie immer sehr erlebnisreich.
Montagmittag bin ich naemlich mit Janeth, wie so oft, zu den Kuehen gegangen, um ihnen Wasser zu geben. Aber diesmal nicht zu fuss, sondern zu Pferd! Ja, das kann ja nur lustig werden. Zwei Maedels auf einem nicht besonders grossgewachsenen Pferd, ohne Sattel, sondern nur mit ein paar Stohsaecken und Decken als Sitzpolster, die mit einer einfachen Schnur festgemacht waren. Janeth war der „Steuermann“ und ich der „Beifahrer“. Das hatte allerdings zum Nachteil, dass ich mich nirgens wirklich festhalten konnte und mich waehrend des Galloppierens nur mit Muehe halten konnte. Und dann passierte das, was ich schon die ganze Zeit kommen sah. Wir fielen vom Pferd! Also eigentlich sind wir eher samt Decken wie in Zeitlupe zur Seite runtergerutscht
. Aber das war auch der einzige nennenswerte Zwischenfall. Sonst hat alles wunderbar geklappt und wir hatten total viel Spass. Zwar hatte ich am naechsten Tag Muskelkater vom Beinezusammendruecken, aber das war es wert
.
Dienstagnachmittag bin ich mit meinen Lehrern nach Otavalo gefahren und habe dort in aller Ruhe mein Zeug gepackt. Alles was man so braucht fuer einen Urlaub in der Sonne. Gegen Abend bin ich nach Quito ins Hotel gefahren, wo ich mich mit Mama, Papa, Verena und Anja getroffen habe, die gerade frisch aus dem Dschungel ankamen. Doch kaum im Hotel, ging der Stress wieder los. UMPACKEN! Das Dschungelzeug raus, und frische Klamotten rein.
Am naechsten Morgen wurden wir nach einem gemuetlichen Fruehstuck von Dennis im Hotel abgeholt und zum Flughafen in Quito gefahren. Der Bereich fuer die Nationalen Fluege war zwar nicht so gross, aber es war total die Hoelle los und wir waren alle ziemlich froh, dass wir eine Ansprechpartnerin hatten, die alles fuer uns geregelt hat. Doch als sie meinte, dass wir unser Gepaeck nun nach Samen und sonstigem Zeug durchchecken lassen muessen, da man das nicht nach Galápagos einfuehren darf, kam ich leicht ins Schwitzen. Dummerweise hatte ich naemlich Papas Geburtstagsgeschenk im Rucksack – Kaffee! Sie meinte dann in aller Ruhe, dass ich das doch einfach ins Handgepaeck tun sollte und das wuerde schon gehen. Nagut, das wird wohl hoffentlich heil ankommen…. Mit leicht klopfendem Herzen bin ich dann noch durchs Security und war heilfroh, also wir mit Kaffee im Gepaeck in der Wartehalle sassen.
Galápagos – Tag 1: Ankunft und viele neue Eindruecke
Unser Flug ging um 9.30 Uhr von Quito ueber Guayaquil nach Baltra, Galápagos! Dort kamen wir um 12 Uhr Ortszeit an. Bei angenehmen 29 Grad und strahlendem Sonnenschein! Nachdem wir alle schweren Herzens die $ 100 Eintritt in den Nationalpark gezahlt und unser Gepaeck abgeholot hatten, stand auch schon unser Guide vor uns. Charly brachte uns und die
anderen Passagiere der Daphne (unser Schiff) auch gleich zum Bus und keine 10 Minuten spaeter waren wir unten am Hafen. An der Bushaltestelle warteten auch schon unsere neuen Freunde auf uns. Die Seeloewen! Die sollten uns noch viel Freude bereiten
. Von dort wurden wir mit einem „Schlauchmotorboot“ abgeholt uns zu unserem schwimmendem Hotel gefahren. Der Daphne. Hier sollten wir die naechsten 8 Tage mit 11 anderen Gaesten geniessen. Und als ich das Schiff von innen gesehen hatte, war ich mir sicher, dass wir das auch tun werden. Meiner Meinung nach war das total das Nobelschiff und wir haben
auch noch Kojen (oder wie das heisst) im ersten Stock bekommen, das heisst mit freier Sicht aufs Meer! Wow! Ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen, vor allem als es dann auch noch Mittagessen gab. Leckeres Buffet und alle anderen waren auch total nett und nicht wie erwartet lauter aeltere Rentner
.
So, nach dem Essen waren wir an unserem Ersten Ziel angekommen. Am Strand „Bachas“ auf der Insel Santa Cruz. Also alle Mann Schwimmwesten an, Kameras Wasserfest verpackt (nur fuer den Fall der Faelle), rein ins Boot uns rueber zur Insel. Und dann hatten wir unsere erste „wet landing“. Im Gegensatz zur „dry landing“ werden dabei die Fuesse nass
. Das hoert sich
lustig an, ist aber wichtig zu Wissen, fuer die Wahl der Schuhe! Wir meisterten unsere erste wet landing mit bravour (man rutscht dabei nacheinander ueber den Rand des Bootes ins Wasser, aber natuerlich da wo es am flachsten ist) und standen zum ersten Mal an einem der vielen wunderschoenen Straende auf Galápagos. Der Sand war weich und weiss, das Wasser warm und tuerkisgruen, der Himmel blau, die Sonne warm,….. Was will man mehr?! Dort sind wir ein bisschen spazieren gelaufen und haben unsere ersten Tierbekanntschaften gemacht, unwissend, dass wir genau diese Tiere in den naechsten Tagen noch zu 1000 sehen wuerden. Eine Echse, ein Pelikan, Fregattvoegel,
Blaufusstoelpel (eher bekannt als „blue footed boobies“ *g*) und 1000 knallrote Krebse. Es war einfach alles so wunderschoen und friedlich! Spaeter hatten wir sogar noch die Moeglichkeit, unsere ersten Schnorchelerfahrungen zu sammeln und waren alle gleich hellauf begeistert von den vielen bunten Fischen und den riesigen Fischschwaermen, in denen man ploetzlich mittendrinsitzt
. Ich fand unseren ersten Landgang schon so super schoen, aber von da an sollte es jeden Tag noch besser werden!!!
Zurueck auf der Daphne hatten wir unser erstes allabentliches Meeting mit Charly, indem er uns die Plaene fuer den naechsten Tag erklaerte, und wir einen superleckeren Welcome-Caipi genossen. Danach war es Zeit fuer das Abendessen und es war mindestens genauso lecker wie das Mittagessen. Das lustige beim Essen war, dass wir 4 Tische fuer je 4 Personen hatten und man jedes Mal mit jemand anderem am Tisch sass. Und so lernten wir im Nu
Jente und Rose aus Holland, Lilly und John aus Australien, Laureen und Alan aus Irland, Frank und Andrea ebenfalls aus Holland, Patrick aus der Schweiz, Berthold aus Deutschland und Stephen aus Canada kennen
. Und dann war es auch schon Zeit schlafen zu gehen, in unserer kleinen, aber gemuetlichen Kabine.
Galápagos – Tag 2: Papas Geburtstag!
Nach einer mehr oder weniger guten Nacht auf dem schwankenden Schiff sind Verena, Anja und ich um 6.00 Uhr aufgestanden, um Papa zu
ueberraschen. Denn immerhin war es sein Geburtstag. Dafuer hab ich extra einen selbstgebackenen Streuselkuchen mitgenommen, der die Reise zum Glueck auch ohne Probleme ueberstanden hat. Mama und Papa waren zwar nicht mehr am Schlafen, aber trotzdem ziemlich ueberrascht, als wir ploetzlich mit Geschenken, Streuselkuchen und Kerzen im Zimmer standen (Dummerweise ist auch gleich der Rauchmelder losgegangen, aber das Problem war auch schnell wieder geloest *g*) und „Happy Birthday“ traellerten. Naja, immerhin hat man wohl nur einmal im Leben auf den Galápagos Inseln Geburtstag und das soll ihm ja auch in besonderer Erinnerung bleiben.
Waehrend Papa also die Geschenke angeschaut hat, hat Mama waehrendher das halbe Schiff auseinander gebaut (Sorry, aber das Bild muss hier einfach rein…) Den Kuchen haben wir dann auf der „Sitzecke“ des Schiffs bei einem wunderschoenen Sonnenaufgang gegessen. Sehr lecker! Das Fruehstueck war aber fast noch leckerer… aber nur fast… Puenktlich um 7.30 Uhr hat Charly gebimmelt und wir sind losgefahren zum zweiten Landgang. Diesmal ein dry landing auf der Insel Plaza. Dort sass zur Begruessung ein kleiner Seeloewe auf dem Anlegesteg und kaum angekommen, sahen wir den ersten „ land
iguana“. Eine Landechse. Wunderschoen gelb und orange und bei genauem hinsehen merkten wir, dass es nicht nur eine war, sondern 1000. Ueberall! Man musste wirklich aufpassen nicht auf sie draufzutreten! Unglaublich! Und zwischen den Echsen sind auch noch 1000e kleine Lavalizzards rumgelaufen. Wow! Die Insel sah total interessant aus. Es gab eigentlich nur grosse Kakteen und komisches Bodengewaechs. Ab und zu lag noch der eine oder andere Seeloewe in der Gegend rum und das wars eigentlich schon. Auf der anderen Seite der Insel sahen wir ganz viele Voegel beim Nisten, Fressen oder Rumfliegen. Leider ist mir nach der Haelfte der Strecke mein einer Flip Flip
kaputt gegangen und so musste ich einfuss-barfuessig laufen. Das war aber kein Problem, lustig war nur, als ich ein Foto machen wollte, und den Schuh auf den Boden hab fallen lassen, kam hinter nem naechsten Kaktus ein Iguana angespurtet und hat mich angeschaut. Charly hat mir dann erklaert, dass er dachte, dass vom Kaktus vos fressbares runtergefallen sei und mal nachschauen wollte
. Zurueck am Steg wartete auch schon Arthuro mit dem Shuttleboot auf uns und es ging zurueck zur Daphne. Kaum angekommen fuhr das Schiff weiter zur naechsten Insel und wir hatten erstmal Zeit, das Sonnendach genauer zu erkunden.
Unsere naechste Insel hiess Santa Fé. Dort sind wir um 14.30 Uhr losgezogen zum schnorcheln. Das heisst, wir sind zuerst mit Arthuro und dem kleinen Boot etwas rausgefahren und dann langsam zurueckgeschnorchelt. Ja, das war noch viel besser als das erste Mal Schnorcheln. Lauter schoene Fische und dann ist ploetzlich ein kleiner Seeloewe an mit vorbeigeschwommen. Und mit einem Schlag waren total viele da! Grosse und Kleine und wollten
spielen und haben uns angeschaut… Sooo suess! Auf der anderen Seite der Bucht waren noch viel mehr Seeloewen und auch Rochen, Schildkroeten und gaanz viele Fische! Unglaublich. Ich kam mir vor wie im Swimmingpool! Eine halbe Stunde spaeter hat auch schon wieder das Gloeckchen gebimmelt und es ging los zum Landgang. Aber erst nachdem Papa wie immer erstmal seine neue Kamera hochkompliziert in 3 Tueten verpackt hatte
. Am Strand warteten auch schon unsere neuen Freunde auf uns, die Seeloewen. Wir standen da bestimmt eine halbe Stunde und haben denen nur zugeschaut. Die sind soo
lustig, was die alles machen! Und dann war da ein ganz Kleiner, ohne Mammi,…. Aber gut, ich will euch ja nicht langweilen
. Die Insel war wieder total anders als die ersten Zwei. Zwar hatte es wieder die Echsen, aber diesmal Landechsen und die waren viel groesser und heller.
Galápagos – Tag 3: Española
Early breakfast schon um 6.00 Uhr, um der Mittagshitze etwas zu entgehen. Danach stand unsere Erkundungstour auf Española an, der aeltesten Insel.
Wieder ein dry landing, wieder Seeloewen und wieder die Echsen. Diesmal aber wieder Wasserechsen und deshalb waren die rot und gruen
und ueberall! An neuen Tieren hatten wir diesmal den Galápagos Adler, ein paar Finken und die Nazca-Boobies. Auf Española gibt es ausserdem noch das „blow whole“. Das ist eine Felsspalte und wenn die das Wasser da reinfliesst gibt es eine riesen
Fontaene. Echt lustig. Es war auch schon total heiss, obwohl es erst so halb 9 Uhr morgens war. Auf dem Rueckweg kam dann ploetzlich ein junger Galápagos Adler angeflogen und hat versucht, genau neben uns einen Iguana zu fangen. Den Schwanz hatte er schon, aber mehr hat er dann doch nicht geschafft. Mittags sind wir mit der Daphne noch zu einem anderen Platz auf Española gefahren um zu schnorcheln. Und es war wieder schoener als das Mal davor.
Nachmittags haben wir noch einen kleinen Ausflug zum Strand gemacht, wo wir aber selbst ein wenig rumlaufen konnten. Nur weit sind wir leider nicht gekommen, da die Seeloewen einfach wieder zu suess waren. Und dazu noch der superweisse feine Sand… Ein Traum!
Galápagos – Tag 4: Floreana
Extra late breakfast um 7 Uhr, danach los zum Post Office Bay. Da steht ein Gebilde, in das die Seeleute frueher schon ihre Post gesteckt hatten, und wer
dann zum Festland gefahren ist, hat die Post einfach mitgenommen. Das machen sie heute immernoch so. Man kann eine Karte dalassen, muss aber eine andere mitnehmen und daheim abschicken (apropos… hast du die schon abgeschickt, Mama?). Das andere interessante auf der Insel ist ein Lavatunnel. Das sieht ein bisschen aus wie eine Hoehle, ist aber komplett aus Lava! Wenn man da
ein bisschen drin laeuft, kommt irgendwann Meerwasser und wenn man weiterlaeuft kann man in dem Lavatunnel im Meer schwimmen. Auch lustig oder? Komischerweise hatte es sonst so gut wie keine Tiere. Eigentlich hatte es kein einziges Tier…
Der Zweite Programmpunkt des Tages war wieder einmal Schnorcheln an der Corona del Diablo, der Teufelskrone. Das sind Felsen, die wohl vor ein paar Millionen Jahren mal ein Vulkan waren und Charly meinte, da koennte man super schnorcheln. Es sei einer seiner Top 3 Schnorchelplaetze. Dummerweise hat Charly viele Top 3 Plaetze
. Aber es war wirklich wiedermal unglaublich. Die Fische waren noch bunter und noch lustiger und dann kams….. „SHAAAARK!!!!“ Was? Wo? Natuerlich sind wir alle gleich schauen gegangen und wirklich, da waren sogar 4 Haie! Die waren aber friedlich und auch noch nicht soo riesig, aber trotzdem
beeindruckend. Spaeter haben wir dann noch eine ganze Rochenfamilie gesehen mit besimmt 10 Stueck und, natuerlich, Seeloewen!!!
Beim Landgang spaeter hatten wir eigentlich gehofft Flamingos zu sehen, aber da waren nur ein paar ganz wenige und die waren auch total weit weg. Die Insel war wieder komplett anders. Total bewachsen aber richtig trocken und heiss. Sind zu einem Strand gelaufen und im Wasser waren bestimmt 20 schwarze
Punkte. Wir dachten das seien Rochen, aber Charly meinte das sind Schildkroeten, die auf die Nacht warten um ihre Eier abzulegen. Wow! Das war glaub ich der schoenste Strand den wir bis jetzt gesehen haben. Obwohl alle ziemlich beeindruckend waren.
Nach dem Mittagessen sind wir weitergefahren nach Santa Cruz und da durfte ich sogar auch mal ganz kurz das Schiff lenken
. Als ich dann wieder gehen wollte, kam Macoto, der Kapitaen, schreiend auf mich zu: „DOLPHINS! DOLPHINS!“ Ja, und da waren sie. Genau vor uns. Ein
ganzer Schwarm Delphine, mitten im Meer. Und die sind auch wirklich so schoen gesprungen wie man dich das immer vorstellt
.
Abends hatten wir dann noch bisschen Zeit, Santa Cruz zu erkunden. Auf Santa Cruz gibt es eine richtig grosse Stadt (Puerto Ayora) in der wir dann erstmal eine neue Packung Sonnencreme kaufen mussten. Aber das war total komisch. Man fuehlt sich gar nicht mehr wie auf den Galápagos Inseln, sonder wie in einer ganz normalen Hafenstadt. Schade eigentlich.
Galápagos – Tag 5: Santa Cruz! Ein absoluter Riesenschildkroetentag!
Der Tag fing damit an, dass wir zum Darwin Center gefahren sind. Das ist eine Schildkroetenaufzuchtstation. Dort werden die Schildkroeten von den
verschiedenen Inseln gehalten, bis sie 4 Jahre alt sind, und dann wieder zurueckgebracht. Das Problem ist, dass die Menschen frueher die Schildkroeten gegessen haben und auch die von den Menschen hergebrachten Ziegen den Schildkroeten das Essen wegessen. So sind es auf einigen Inseln nur noch ganz wenige Riesenschildkroeten. Da hat man dann auch die Chance, denen ganz nah zu kommen. Das sind so faszinierende Tiere. So riesig und langsam und
gemuetlich. Im Darwin Center ist ausserdem auch George. Lonesome George. Das ist die letzte Riesenschildkroete seiner Insel, also seiner Spezie. Und George will einfach keine Kinder machen. Dabei hat er sogar 2 Frauen, die seiner Spezie am aehnlichsten sind, aber es klappt einfach nicht… Der arme George.
Nachmittags sind wir in die Highlands gefahren um die Riesen in der Wildnis zu beobachten. Das war auch interessant. Die waen einfach ueberall! Und dann hatte Charly was gehoert. Es hat sich mehr angehoert wie ein Muhen,
aber Charly war total aufgeregt und ist wie bloed durchs Gestruepp gerannt, immer dem Muehen hinterher. Und nach einer Weile standen wir genau vor dem Muhen. Nur war es keine Kuh, sondern eine ausgewachsene Riesenschildkroete die gerade fuer Nachwuchs sorgte
.
Wir durften sogar selbst Schildkroete spielen und uns in ein paar leere Panzer reinlegen. Das ist total unbequem und auch ganz schoen schwer so ein Teil!
Galápagos – Tag 6: Genovesa
Genovesa ist die Insel ganz oben links, und da sie mehr oder weniger weit weg ist, hat die Fahrt (ueber Nacht natuerlich) gut 9 Stunden gedauert. Eigentlich ist das ein Vulkan, aber da ist eine Seite runtergebrochen und so ist Wasser reingeflossen und es ist mehr eine Halbinsel
.
D
ie „Sensation“ an diesem Tag waren die maennlichen Fregattvoegel. Die hatten naemlich ihre grossen roten „Ballons“ aufgepustet und haben so auf die Weibchen gewartet. Das sah ziemlich albern aus, aber auch echt interessant. Dann gab es ausserdem noch die „red footed boobies“. Die haben rote Fuesse und einen blauen Schnabel
. Das i-Tuepfelchen war dann aber noch, als eine Galápagos Eule an uns vorbeiflog. Nachmittags waren wir wie immer
schnorcheln, in der Hoffnung einige Hammerhaie zu sehen. Am Anfang sah es nicht so aus, als ob wir Glueck haetten, aber dann sah ich ploetzlich 2 unter mir durchschwimmen! Einen grossen und einen Kleinen. Total aufgeregt hab ich nach den anderen gerufen und als ich wieder geschaut habe, waren sie schon weg. Ja, dann haben wir leider auch keine anderen mehr gefunden. Und so waren Charly und ich die einzigen Zwei, die die Hammerhaie gesehen haben 
Gegen spaeter stand dann noch unsere zweite Landexkursion fuer den Tag an. Ueberall sassen die aufgeblasenen Fregattvoegel und die red footed boobies. Ausserdem natuerlich nicht zu vergessen, die Seeloewen und einige
komische Reiher. Als wir spaeter noch ein bisschen am Strand rumlagen, kam ploetzlich ein Seeloewe an und hat sich genau zwischen uns gelegt. Da war es aber anscheinend doch unbequem und so ist er quer durch, ueber Fuesse, Taschen und Flossen einfach ein Stueck weiter gelaufen und hat es sich bequem gemacht
.
Um 18 Uhr war wie immer unser Meeting (O-Ton Charly: „No Meeting, no eating!“) und danach gabs Essen.
Galápagos – Tag 7: Santiago und Bartholomé
Der letzte ganze Tag auf Galápagos. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Als erstes haben wir Santiago besucht. Dort war der Sand am Strand nicht weiss, sondern schwarz. Auch mal wieder was neues. Und statt ganz normalen Seeloewen, haben wir die „Fell Seeloewen“ gesehen. Und natuerlich wieder 1000e von Wasserechsen. Spaeter waren wir noch am Strand ein bisschen
schnorcheln. Und es war natuerlich wieder besser als alles Schnorcheln davor. Auf dem Rueckweg hab ich mit Papa noch einem Pelikan beim Fressen zugeschat. Von unter Wasser natuerlich. Das war auch total interessant
.
Wieder auf dem Schiff sind wir gleich weiter zur naechsten Insel. Nach Bartholomé. Dort sind wir als erstes nochmal schnorcheln gegangen. Und, man glaubt es nicht, aber es war einfach super! Ploetzlich ist naemlich ein kleiner Pinguin an mit vorbeigeschwommen und dann haben wir noch 3 andere gesehen. Die sind soo suess! Sonst waren da noch riesige „goldene Rochen“ und spaeter noch mehr Pinguine. Einfach cool!
Nachmittags sind wir dann auf die Insel Bartholomé gegangen. Auf der Insel ist ein riesen Berg auf den man hochsteigen kann. 365 Stufen. Dafuer ist die
Aussicht von oben wirklich super schoen!
Abends bekamen wir vor dem Essen noch einen Farewell Cocktail und danach gabs das letzte Abendessen. Echt schade, das war immer sooo lecker! Ich glaub wir haben alle 10 kg zugenommen auf dem Schiff
.
Galápagos – Tag 8: Seymour Norte und Heimflug
Letzter Tag! Deshalb hatte uns Charly ein extra late breakfast versprochen.
Um 7.30 Uhr! Wow, das ist echt richtig spaet. Dumm nur, dass um 6 Uhr schon das Gloeckchen gebimmelt hat und wir zur Insel losgefahren sind. Dafuer haben wir den Sonnenaufgang wunderschoen gesehen und uns wie immer ueber die kleinen Seeloewen gefreut. Das war unsere allerletzte Insel und es war ein bisschen, wie eine kleine Zusammenfassung. Die Boobies haben fuer uns getanzt (naja, nicht wirklich fuer uns) und ihr blauen Fuesse gezeigt, die Fregattvoegel
waren wieder aufgeblasen und die Seeloewen haben uns gewunken.
Nach dem Besuch auf der Insel sind wir zurueck nach Baltra zum Flughafen gefahren. Dort sollte unser Flug um 12.30 abfliegen. Naja, das war alles ein bisschen kompliziert und wir sassen ewig in dieser stickigen heissen Wartehalle bis wir endlich ins Flugzeug durften. Von Baltra ging es direkt nach Quito wo am Flughafen auch schon Dennis auf uns wartete um uns ins Hotel zu fahren.
Am Donnerstag stand dann die Quito Stadtrundfahrt auf unserem Programm. Zuerst sind wir ins „Mitat del Mundo“ Muesum gefahren. Das ist genau am Aequator und da kann man dann so lustige Experimente machen.
Zum Beispiel dreht sich das Wasser im Waschbecken auf der einen Halbkugel in die eine Richtung, auf der anderen Seite in die andere Richtung und ueber dem Aequator geht es einfach so in den Abfluss. Echt cool. Ausserdem kann man ein Ei auf einem Nagel balancieren (also ich nicht, sondern Verena *g*) und man verliert seine Kraft auf dem Aequator. Wenn man neben der Linie Daumen und Zeigefinger zusammendrueckt, kann wer anders die nicht aufbiegen. Aber auf der Linie geht das ploetzlich ganz einfach… Komisch oder? Ja, das war wirklich interessant. Achja, wusstet ihr, dass Quito „Mitte der Welt“ heisst?? Sonst war die Stadtfuehrung echt ganz interessant. Haben das historische Zentrum von Quito angeschaut und sind
noch auf deinen kleinen Berg gefahren, von dem man eine super Aussicht, auf die 45km lange Stadt hat!
Abends waren wir noch zum Essen eingeladen, in Louis’ Restaurant. Das ist ein halbes Nobelrestaurant ueber den Daechern von Quito und man hat einen super Blick auf Quito bei Nacht. Ja, das war wirklich ein gelungener letzter Abend.
Freitagmorgen war es dann an der Zeit, Abschied zu nehmen. Die anderen sind schon um 6 Uhr los, ich bin aber noch liegengeblieben um wenigstens das schon bezahlte Fruehstueck auszukosten. Der Abschied war mehr oder weniger traurig
, immerhin bin ich ja in nichtmalmehr 3 Monaten schon wieder daheim. Achja, fuer alle die es noch nicht mitbekommen haben, ich komme am 19. Juni!!! Also, bereitet schon mal alles auf meine Ankunft vor
!
Ja, ich muss sagen, Mama, Papa, Verena und Anja, ich hatte wirklich eine super Zeit mit euch und ich glaube ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass es der schoenste Urlaub war, den wir je zusammen erlebt haben! Danke, dass ihr da wart, ich freu mich schon auf euch!!!
So, das wars nun endlich. Wer bis zum Ende durchgekommen ist, kann mir ja mal ne Mail schreiben oder ein Kommentar hinterlassen. Dass ich seh, ob es ueberhaupt jemand bis zum Ende gelesen hat
…
Mehr schoene Bilder von unserem Urlaub natuerlich wieder unter
>>Impressionen 2<<